Daniel Thioune: Der Mann, der Düsseldorf vom 15. Platz fast in die Bundesliga brachte, soll jetzt Werder retten

Die deutsche Fußballwelt schaut an diesem Dienstagmorgen gebannt nach Bremen. Daniel Thioune, der im Oktober noch von Fortuna Düsseldorf freigestellte Trainer, steht unmittelbar vor seiner Rückkehr auf die große Bühne. Werder Bremen, ein Traditionsverein in akuter Not, hat den 51-jährigen Fußballlehrer offenbar als Retter in der Krise auserkoren. Die Suchanfragen bei Google explodieren regelrecht, ein Anstieg von sagenhaften 1000 Prozent innerhalb weniger Stunden.

Was macht Daniel Thioune so besonders, dass ausgerechnet er jetzt das Ruder bei den Grün-Weißen übernehmen soll? Die Antwort liegt in seiner Vergangenheit als Krisenmanager. Thioune hat sich in den letzten Jahren einen Ruf als Feuerwehrmann erarbeitet, als jemand, der Mannschaften aus dem Schlamassel holen kann. Seine Erfolge bei Fortuna Düsseldorf sprechen für sich: Vom Abstiegskandidaten bis an die Schwelle zur Bundesliga führte er die Rheinländer in beeindruckender Manier.

Daniel Thioune als Krisenmanager bei Fortuna Düsseldorf

Als er im Februar 2022 Fortuna Düsseldorf übernahm, stand der Verein auf dem 15. Platz der 2. Bundesliga, gefährlich nah an der Abstiegszone. Was folgte, war bemerkenswert: Thioune stabilisierte die Mannschaft, rettete sie souverän vor dem Abstieg und brachte sie ins gesicherte Mittelfeld. Doch dabei blieb es nicht. Ein Jahr später hatte er Düsseldorf bereits auf Platz 4 geführt. In der darauffolgenden Saison ging es sogar noch einen Schritt weiter: Der Aufstieg in die Bundesliga war zum Greifen nah, scheiterte erst in den nervenaufreibenden Relegationsspielen. Für einen Verein, der zuvor gegen den Abstieg kämpfte, war das eine beachtliche Entwicklung.

Werder Bremen Abstiegskampf und Trainersuche

Die Situation an der Weser ist alles andere als rosig. Werder Bremen steht aktuell auf dem 15. Tabellenplatz der Bundesliga, eine Position, die den stolzen Traditionsverein gefährlich nah an die Abstiegsränge rückt. Die Trennung von Horst Steffen war die logische Konsequenz einer enttäuschenden Rückrunde. Doch die Suche nach einem neuen Cheftrainer gestaltete sich komplizierter als gedacht. Eigentlich hatte die Vereinsführung andere Pläne. Bo Henriksen, der dänische Erfolgstrainer, galt als Wunschkandidat. Doch Mainz 05 legte sein Veto ein und ließ den Coach nicht ziehen. Plan B hieß Bo Svensson, doch auch der erteilte Bremen eine Absage. Zwei gescheiterte Anläufe, die Zeit läuft davon, und die Mannschaft braucht dringend neue Impulse.

Verhandlungen zwischen Thioune und Werder Bremen

Laut übereinstimmenden Medienberichten vom heutigen Morgen soll sich Thioune bereits zu Gesprächen in Bremen aufhalten. Die Verhandlungen zwischen dem Trainer und der Vereinsführung stehen offenbar kurz vor dem Abschluss. Eine Einigung scheint greifbar nah. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht: Fortuna Düsseldorf könnte noch ein Wörtchen mitzureden haben. Thiounes Vertrag bei den Rheinländern läuft eigentlich noch bis 2028, auch wenn er im Oktober freigestellt wurde. Eine Ablösesumme steht im Raum, eine zusätzliche finanzielle Belastung für Bremen, die der Verein aber offenbar in Kauf zu nehmen bereit ist.

Thiounes Bundesliga Erfahrung und Trainerqualitäten

Für Daniel Thioune wäre die Rückkehr in die Bundesliga nicht gänzlich Neuland. Der gebürtige Hamburger trainierte bereits den HSV, wenn auch mit wechselhaftem Erfolg. Seine größten Erfolge feierte er bislang in der 2. Bundesliga, wo er seine taktische Flexibilität und sein Gespür für Mannschaftsführung unter Beweis stellte. Mit 51 Jahren steht er in der Blüte seines Trainerlebens, erfahren genug, um auch in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, aber noch jung genug, um neue Ideen einzubringen. Seine Arbeitsweise zeichnet sich durch akribische Vorbereitung und klare Kommunikation aus. Thioune gilt als analytischer Kopf, der seine Mannschaften taktisch gut einstellt und ihnen gleichzeitig das nötige Selbstvertrauen vermittelt.

Herausforderung Klassenerhalt für Werder Bremen

Sollte die Verpflichtung tatsächlich über die Bühne gehen, steht Thioune vor einer gewaltigen Aufgabe. Werder Bremen ist nicht irgendein Zweitligist, den man sanieren muss, es ist ein Bundesligist mit großer Tradition, hohen Erwartungen und einem Umfeld, das keine Geduld mehr hat. Die Rückrunde ist bereits in vollem Gange, jedes Spiel zählt im Kampf um den Klassenerhalt. Fehler verzeiht die Tabelle nicht. Doch genau für solche Situationen wurde Daniel Thioune in den letzten Jahren geschmiedet. Seine Bilanz bei Fortuna Düsseldorf zeigt, dass er mit Druck umgehen kann und auch in aussichtslosen Lagen nicht den Mut verliert. Die Frage ist nur: Reicht das für die Bundesliga?

Erwartungen an den neuen Werder Trainer

Werder Bremen darf sich von Thioune keine Wunder erwarten, aber sehr wohl eine professionelle, strukturierte Arbeitsweise. Er wird die Defensive stabilisieren müssen, die in dieser Saison viel zu viele Gegentore kassiert hat. Er wird den Spielern ein klares System vermitteln müssen, in dem sie sich sicher fühlen. Und er wird schnell Ergebnisse liefern müssen, denn der Abstiegskampf kennt keine Schonzeit. Die enorme Aufmerksamkeit, die seine mögliche Verpflichtung jetzt schon generiert, zeigt, wie groß die Hoffnungen in Bremen sind. Jetzt liegt es an Daniel Thioune, diese Chance zu nutzen und zu beweisen, dass er nicht nur ein guter Zweitliga-Trainer ist, sondern auch in der Bundesliga bestehen kann.

Schafft Thioune den Klassenerhalt mit Werder Bremen?
Ja er ist der perfekte Krisenmanager
Nein die Bundesliga ist zu schwer
Bremen steigt so oder so ab
Er braucht mindestens eine Saison
Knapp aber er rettet sie

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